BIOCHAR |
Projektbeschrieb |
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Projektziel: Hilfestellung an initiative, mittellose Kleinbauern. Die Böden dieser Bauern sind oft übernutzt und arm an organischen Stoffen und Mineralien. Sie werfen einen Ernteertrag ab, der sie und ihre Familien in der nachfolgenden Trockenzeit nur gerade vor dem Verhungern rettet. Vom Ernteertrag bleibt nichts übrig zum Verkauf am Markt. Diese Bauern können somit kein Geld generieren, um es zur Verbesserung ihrer Lebensumstände einzusetzen. ASS will mit dem Projekt Biochar diesen armen Bauern einen einmaligen Anschub geben, der sie befähigen soll, auf die unterste Stufe der Entwicklungsleiter zu steigen. Ab dort sind sie in der Lage, alleine und nachhaltig höhere Ernteerträge zu erzielen. So werden sie erstmals in der Lage sein, Geld zu generieren, um dieses in grundlegende Bedürfnisse wie besseres Saatgut, Dünger oder Ausbildung zu stecken.
Bei Biochar (Biokohle) handelt es sich um verkohlte feinkörnige Biomasse (z.B. verkohlte Ernteabfälle, Kakaoschalen, Elefantengras, Sägemehl, etc.). Wird diese Biokohle in einen humusarmen, ausgelaugten und dafür geeigneten Boden eingebracht, kann der Bauer über lange Zeit wesentlich höhere Ernteerträge erzielen. Die Biokohle erzeugt im Boden verschieden lang dauernde Wirkungen. Langfristig (hunderte bis tausende Jahre) werden diverse Bodenkennwerte wie Wasserspeicherfähigkeit und insbesondere die Ionenaustauschfähigkeit begünstigt. Letztere Eigenschaftsverbesserung ist eine der wichtigsten, denn das Biokohlepulver hat die Eigenschaft, in den Boden eingebrachten Dünger pflanzenverfügbar an sich zu binden. Dieser Dünger wird damit vor dem Auswaschen durch Tropenregen bewahrt. Dadurch werden in Zukunft wesentlich geringere Mengen an Dünger benötigt.
ASS hat diese in Westafrika unbekannte und innovative Bodenverbesserungsmethode im Jahr 2009 erstmals versuchsweise in Ghana zur Anwendung gebracht. Damit wurde Neuland mit allen damit verbundenen Chancen und Risiken betreten. Die ersten Feldversuche in Okwabena (Südghana) ergaben denn auch trotz guter Begleitung (u.a. durch drei Universitäten) mangels Erfahrung keinen Erfolg.
Aber schon die zweiten Feldversuche in Gbilugu (Nordghana), zeitigten ein stark verbessertes Pflanzenwachstum und erstaunliche Erntesteigerungen von bis zu 50%, auch in den folgenden Pflanzperioden. Aufgrund von chemischen Analysen der Böden glauben wir die Gründe für Misserfolg und Erfolg gefunden zu haben. Ab Frühjahr 2011 wird eine neue Feldversuchsserie in Gbilugu bei Tamale gestartet, auf der Basis einer kombinierten Anwendung von Biochar plus Kompost. Boden ohne Biochar / Soil without Biochar Boden mit Biochar / Soil with Biochar
Fotos F. Zemp, Jan. 2011 in Gbilugu (Ghana) mit Pigeon Pea (afr. Bohnen / African beans)
Lokalen Kleinbauern werden die neuen Versuchsresultate im Feld gezeigt. Wenn diese danach auf ihren Äckern ebenfalls eine Bodenverbesserung realisieren möchten, so kann ihnen unter Einhaltung des Prinzips der Hilfe zur Selbsthilfe allenfalls eine Starthilfe gegeben werden.
Project description
Project aim: assistance to proactive, impecunious farmers. The soil of these farmers’ farms is often overused and low in organic matter and minerals. The crop yield merely prevents the farmers and their families from famine during the dry season. Not enough crops are generated to be sold at the markets. Therefore, these farmers cannot make any money in order to improve their living conditions. ASS wants to give such impecunious farmers a one-off boost with the project Biochar, which should enable them to reach the first stage of the developmental process. Henceforth they will be able to achieve sustainable higher crop yields independently and for the first time be able to generate money to invest in fundamental items such as seeds, fertilizer or education.
Biochar (bio charcoal) is a charred small-grained biomass (e.g. charred crop waste, cocoa husks, elephant grass, saw dust etc.). Once the biochar mass is combined with a suitable soil that is also depleted and low in humus, the farmer can achieve remarkably higher crop yields for a longer period of time. The biochar produces differing effects concerning the length of time the biochar will be effective in the soil. In the long run (hundreds to thousands of years), various soil properties such as the ability to store water and especially ion exchange efficiency are improved. The latter is one of the most important properties as the biochar powder has the ability to attach itself to the fertilizer put into the soil, making it available to plants. This way the fertilizer is prevented from leaching through tropical rain. As a consequence, considerably fewer amounts of fertilizer are needed. ASS tried out this unfamiliar and innovative soil improving method for the first time in West Africa in 2009. Thus uncharted territories were entered with all their associated chances and risks. The first field trials in Okwabena (South Ghana), despite good supervision (three universities amongst others), were not successful owing to a lack of experience. Yet already the second field trials in Gbilugu (North Ghana) showed a strongly improved plant growth and an astonishing increase in crop yield of up to 50%; also in the following planting cycles. As a result of chemical analyses of the soil, we believe to have found the reason for failure and success. As of spring 2011, a new field trial, on the basis of a combined use of biochar and compost, will be launched in Gbilugu near Tamale. Local farmers will be shown the new trial results in the field. Those who would also like to improve the soil of their fields, could be given initial aid allowing them to help themselves to improve their dire situation.
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