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ABOKOBI SOCIETY SWITZERLAND

Konstantes Engagement trägt Früchte

In den späten 60er Jahre des letzten Jahrhunderts bildete sich in der schnell wachsenden Vororts-Schlafgemeinde Zollikerberg eine Arbeitsgruppe Z zum Thema Zusammenleben. Zunächst strebten die Beteiligten Verbesserungen im Zusammenleben in der eigenen Gemeinde an. Bald erkannten sie aber, dass das Thema viel weitgehender angegangen werden musste, ja dass es eigentlich ein globales Anliegen sei. Das Zusammenleben mit den ärmsten Bewohnern unseres Planets durfte aus ihrer Sicht nicht ausgeklammert werden. Damals wie heute war und ist Afrika der Kontinent mit den ärmsten Bewohnern. Zu Ghana hatten viele Schweizer, angeführt von der Basler Mission, eine andauernde Beziehung. Darum beschloss die Arbeitsgruppe Z mit Bauern in einem Bezirk 30 Minuten ausserhalb der Hauptstadt Accra eine Partnerschaft einzugehen. Das Ziel der Zusammenarbeit war, im Gebiet der ehemaligen Missionsstation Abokobi, der Landflucht entgegenzuwirken. Die landwirtschaftliche Bevölkerung sollte durch Schulung, Beratung und technischer Unterstützung befähigt werden die Nahrungsmittelproduktion soweit zu verbessern, dass sie ihren Lebensunterhalt sichern können. Damit soll auch ihr Selbstbewusstsein gestärkt werden, auf dass ihre Stimme in der politischen Landschaft Ghanas gehört wird.

Nach 25 Jahren Zusammenarbeit zog der damalige Präsident, Ernst Hofmann, Zollikerberg, folgende vorläufige Bilanz:

  • Steigerung der der landwirtschaftlichen Produktion:
    Dank dem Beratungsdienst und den technischen Dienstleistungen des Projektes haben die Bauern im Gebiet Abokobi ihre bearbeitete Bodenfläche mehr als verdoppelt. Durch verbesserte Anbaumethoden hat der Flächenertrag gesteigert werden können. Es sind neue Pflanzenarten angebaut, un die Kleintierhaltung, vor allem Hühner, aber auch Kaninchen und Schweine, ist eingeführt worden.
  • Verbesserung der Lebensqualität:
    Abokobi betreibt und unterhält eine in Zusammenarbeit erstellte Wasserversorgung, die den Menschen im Projektgebiet den Zugang zu Trinkwasser in erstklassiger Qualität ermöglicht. Die vom Projekt erstellte Transformatorenanlage erlaubt es, Elektrizität ins Dorf Abokobi und dann auch schrittweise in benachbarte Dörfer zu bringen. Das Projekt hat ermöglicht, Selbsthilfegruppen von Frauen zu bilden.
  • Förderung der ländlichen Entwicklung:
    Das Projektgebiet hat an Attraktivität gewonnen. Junge Leute bleiben im Gebiet, weil sie eine Zukunft sehen. Neue Farmen sind gegründet worden. Die Projektarbeit, zusammen mit der Gründung der „Abokobi Rural Bank“, haben ein Kleingewerbe entstehen lassen, das sich auf landwirtschaftliche Infrastruktur und Produktion abstützen lässt.
  • Grösseres Selbstbewusstsein:
    Die gemeinsame Arbeit und der Erfahrungsaustausch in den vom Projekt gegründeten Farmervereinigungen haben Eigeninitiative und Selbstvertrauen entstehen lassen.

In der jüngsten Zeit widerfuhr dem Projektgebiet eine massive Veränderung. Die unerhört schnell und stark wachsende Stadt dehnte sich immer weiter und dominanter ins Projektgebiet aus. Den Bauern wurde und wird das Ackerland weggenommen. Das herrschende Bodenrecht schützt sie in keiner Weise. Die neue Bevölkerung hat aber auch Bedürfnisse die Arbeits­kräfte nötig machen. Die Bauern müssen umlernen und vor allem Beschäftigungen im Tertiärbereich suchen. Auf Grund dieser Begebenheiten hat sich die Abokobi Society Switzerland dazu entschlossen, nach über dreissig Jahren die finanzielle Unterstützung abzuschliessen. Die Vereinigung ist bemüht, in neue Projekte einzusteigen. Mit diesem Ziel ist der Vorstand im Frühjahr 2007 in den Norden Ghanas gereist und hat sich dort einerseits über die sehr weit verbreitete Armut der Bewohner und anderseits über mögliche Hilfsprojekte informiert. Ziel muss es sein, der sehr armen Bevölkerung Möglichkeiten zu Erwerbstätigkeit während der sehr langen Trockenzeit von rund acht Monaten aufzuzeigen und bei der Umsetzung zu helfen. Dies kann erreicht werden durch den Bau von Dämmen die das Regenwasser stauen und über mehrere Monate speichern.

 
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